Ziehe deine Schuhe aus, denn der Ort an dem du stehst ist heilig.
Einleitend nahm Apostel Matthias Pfützner auf dieses, vom Chor eindrücklich und stimmgewaltig vorgetragene Lied Bezug. Es sei wichtig, dass wir uns innerlich schön machen und den Dreck der Welt draussen lassen. Die Kirche ist nicht einfach nur ein Ort, an dem man sich trifft und eine Predigt hört, sondern es ist das Haus Gottes, ein heiliger Ort. Wenn wir Gott an diesem Ort begegnen wollen, dann ist es unerlässlich, dass wir uns selbst zunächst heiligen, indem wir alles, was uns ängstigt loslassen, so seine weiteren Ausführungen.
Nach diesen einführenden Worten ging Apostel Mattias Pfützner auf das Textwort ein.
Der Auftrag Gottes an dich lautet: Mache dich auf den Weg zurück nach Galiläa
Apostel Matthias Pfützner gibt diesen Auftrag an alle, denen die Kirche am Herzen liegt, weiter.
Er führt dazu aus, dass heutzutage die Neuapostolische Kirche voll ist mit Menschen, die Angst haben, die mit ihren eignen Sorgen belastet sind. Das darf so sein! Aber so lange dies so ist, hat die Kirche keine Relevanz für die Welt. So kann sie nicht ein Licht für die Menschen sein. Damit ist sie ausschliesslich eine Oase, in der Menschen zusammenkommen, um ihre eigenen Verletzungen zu heilen, um aufzutanken. Auch das sei in Ordnung!
Aber so gibt die Kirche kein Zeugnis vom auferstandenen Herrn ab. Doch die Geschichte muss weitergehen, so der eindeutige Appell des Apostels.
Wie ist das möglich? Dafür ist es zunächst notwendig, sich der Bedeutung der Stadt Jerusalem bewusst zu werden. Sie war das Zentrum des jüdischen Glaubens. Sie steht für Uniformität, für Regeln. Dort wurde Jesus verraten, verspottet, geschlagen und gekreuzigt. Dort sassen jetzt, nach dem Tod Jesu, auch die Jünger fest und fühlten sich verfolgt, im Stich gelassen, unverstanden und waren frustriert.
Jerusalem steht somit sinnbildlich für einen Ort, an dem der Mensch stecken geblieben ist und in der Folge sein ganzes Leben in Frage stellt und seinen Glauben aufgibt.
Galiläa dagegen steht für einen Ort des Anfangs. Hier hat Jesus mit seinen öffentlichen Reden und Predigten begonnen. Hier fanden die meisten seiner Wunder statt. Hier fand die Berufung seiner Jünger statt, so die Ausführungen von Apostel Matthias Pfützner.
Galiläa steht für Unbeschwertheit, die erste Liebe, hat den Zauber des Anfangs inne, kreiert Schmetterling im Bauch, beheimatet die krasse Erfahrung der Berufung. An diesem Ort kann man nur Feuer und Flamme sein. Nichts kann einen aufhalten. Galiläa beheimatet die Vielfalt und öffnet damit Horizonte.
Zum Abschluss seiner Predigt bringt Apostel Pfützner eindringlich zum Ausdruck, dass dieser Gottesdienst doch für jeden ein Neustart sein möge in Bezug auf den Glauben und seine Beziehung zu Gott, damit sich Kirche auf den Weg machen kann.
Zusammenfassung
- Heilig ist der Herr, heilig ist der Ort, wo er spricht. Heilige dich, damit du dem Heiligen begegnen kannst und bereit bist, von ihm etwas zu empfangen.
- Stell dir die persönliche Frage, was dein Galiläa ist.
- Dann verlasse Jerusalem und gehe zurück nach Galiläa! Gib dir einen innerlichen Ruck.
- Verlasse deine Komfortzone und werde offen für neue Erfahrungen.
- Warte nicht auf andere, sondern mache dich auf den Weg.
- Gott ruft dich weil er mit seiner ganzen Kraft durch dich wirken will. Nur so kann sich Welt verändern. Lass dich bewegen.
- Jesus erfüllt seine Prophezeiung; auch wenn keiner mehr daran glaubt. Er kommt wieder!
Handlungen
In diesem Gottesdienst ordinierte Apostel Matthias Pfützner für den Bezirk St. Gallen zwei Diakoninnen und einen Priester. Des Weiteren wurde ein zugezogener Priester in seinem Amt bestätigt.