Gemeinde-
und Bezirkssuche

Gaben und Fähigkeiten entfalten

28.06.2020

Am Sonntag, 28. Juni 2020, diente Bezirksapostel Jürg Zbinden der Gemeinde St. Gallen mit dem Bibelwort aus dem 1. Petrusbrief, Kapitel 4, Vers 10: «Und dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.»

 
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Der Bezirksapostel eröffnete den Gottesdienst mit lieben Grüssen an die Gemeinde von den Aposteln, Bischöfen und Bezirksvorstehern der Schweiz, die sich tags zuvor in Zürich zu einer Delegiertenversammlung getroffen hatten. Ursprünglich war vorgesehen, dass diese in St. Gallen stattfinden sollte, doch aufgrund des Corona-Schutzkonzeptes wurde sie in die Verwaltung der Neuapostolischen Kirche in Zürich verlegt.


Die Melodie des Liedes «Liebster Jesus wir sind hier», vorgetragen an der Orgel, stimmte musikalisch auf die Predigt ein. In seinen einleitenden Gedanken hiess der Bezirksapostel alle Gottesdienstteilnehmenden ganz herzlich an der heiligen Stätte Gottes willkommen und wünschte allen, ob in der Kirche anwesend oder angeschlossen, dass die Präsenz Gottes spürbar werde. In die Gemeinschaft ist auch die jenseitige Welt mit eingeschlossen. Der Bezirksapostel erinnerte daran, dass wir uns als Gemeinde in der Vorbereitung auf den Entschlafenen-Gottesdienst befinden.


In seiner Predigt verwies er darauf, dass das vorgelesene Bibelwort ein beliebtes Trauwort sei. Der Gottesdienst enthielt folgende Kerngedanken: 



  • Der Sohn Gottes ist in seiner grossartigen Art und Weise seines Dienens an den Menschen ein Vorbild für uns alle.

  • Für Jesus Christus war sein Dienen kein Müssen, sondern eine Freude; er hat aus freien Stücken, aus der Liebe zu den Menschen gedient. Er ist mit einer ganz besonderen Begeisterung in diesen Dienst eingetreten.

  • Dienen bedeutet, dass wir miteinander den Leib Christi erbauen und so gemeinsam wachsen können. Das Dienen ist unsere Bestimmung. Es ist gut, wenn wir schon jetzt beginnen, uns darin zu üben.

  • Wir möchten in uns den Wunsch tragen, dem Nächsten mit den Gaben zu dienen, die wir von Gott empfangen haben. Diese Gaben sind ein Geschenk - wir können keinen Anspruch auf sie erheben.

  • Es gibt Gaben, die wir gemeinsam teilen. Ergänzend hat ein jedes besondere Gaben, die wir gerne auch dem Nächsten gönnen mögen.

  • Zu den gemeinsamen Gaben, der Grundausrüstung der Gotteskinder zählen:
    -  die Gabe des Heiligen Geistes, sie schafft in uns eine neue Kreatur; 
    -  die Liebe Gottes - als Teil seines Wesen - kann in uns wirksam sein;
    -  die Gabe und Fähigkeit, vergeben zu können. 

  • Diese Gaben ermöglichen uns, Neues entstehen zu lassen. Gottes Gaben sollen uns bewegen und begeistern.

  • Als besondere Gaben erwähnt der Bezirksapostel die Fähigkeit zuzuhören, ein offenes Herz zu haben, Geister zu unterscheiden und Dankbarkeit zu zeigen. Insbesondere die Dankbarkeit ermöglicht es,  einen anderen Blick auf das Leben zu entwickeln, mehr Zufriedenheit zu erlangen und so einen Mehrwert zu generieren. Ergänzend nannte er die Gaben, Gutes zu tun und Friedensbote zu sein.

  • Es braucht Einsatz, um die uns geschenkten Gaben im Sinne Gottes zu entfalten - manchmal braucht es dafür ein ganzes Leben.

  • Die Gaben Gottes, die er uns schenkt, sind vergleichbar mit einem Fächer. Dieser wird unten mit einem Knopf zusammengehalten. Dieser Knopf ist Jesus Christus. Wird der Fächer geöffnet, können alle Gaben und Fähigkeiten zur vollen Entfaltung kommen. In Bezug auf die Gemeinde - betonte der Bezirksapostel - sind alle eingebrachten Gaben gleichwertig. 

  • Gott schenkt uns die vielfältigen Gaben, damit wir damit arbeiten, gute Haushalter sind zum Wohle der Gemeinde und aller Menschen und zur Ehre Gottes.

  • Ein wichtiges Fächerblatt ist die Nächstenliebe. Wir gönnen unseren Mitmenschen, und allen in der jenseitigen Welt, dass auch sie Anteil nehmen dürfen am Heil, an der Liebe Jesus Christi. In uns soll der Wunsch gross sei, dass die Gnade Gottes auch dem Nächsten zuteil wird. So ist es vielleicht möglich, den ersten Schritt zum Nächstes zu machen, auch wenn wir uns im Recht fühlen.


In seinem Predigtbeitrag unterstrich der Bezirkskälteste die Gedanken des Bezirksapostels u.a. mit einem Bildnis vom einem langen Brett. Legt man das Brett auf den Boden, bedeutet es für die meisten keine Herausforderung, dieses zu überqueren. Liegt das gleiche Brett über einer Schlucht, so wird die Überquerung für viele zur Herausforderung, und es braucht die helfende Hand des Nächsten, um die Schlucht überwinden zu können. Im Gebet können wir uns untereinander verbinden und so für  andere, insbesondere auch in der jenseitigen Welt, eine Hilfe sein.


Im Anschluss an die Wortpredigt und die Sündenvergebung durfte ein Kind das Sakrament der heiligen Versiegelung empfangen. Der Bezirksapostel betonte, dass jedes Sakrament ein Wunder Gottes ist. Die Versiegelung ist einmalig und macht aus einem Menschenkind ein Gotteskind. Sie schafft eine Verbindung zu Gott und eröffnet die Möglichkeit, Teil der Brautgemeinde Jesus Christus zu sein.


Nach der Feier des heiligen Abendmahls nahmen der Bezirksälteste des Bezirks St. Gallen und der Vorsteher der Gemeinde stellvertretend das Abendmahl für die Entschlafenen in Empfang. Diese Handlung wurde musikalisch eingeleitet mit dem Orgelstück «Sieh ich breite voll Verlangen sehnlichst meine Arme aus» und fand mit dem von der Orgel vorgetragenem Stück «Amazing Grace» seinen Ausklang.